Gedanken zu den Impfstatistiken

Das neueste Lieblingsobjekt unserer geliebten Zahlen- und Statistikliebhaberinnen sind die Impfzahlen. Wiederum wird kritisiert und angeprangert, ohne selbst aktiv irgendetwas zur Verbesserung der Situation beigetragen zu haben. Es ist wie immer einfacher gesagt als getan. Bevor man eine Kritik äussert, sollte man versuchen, etwas zur Problemlösung beizutragen.

Hier haben wir uns den Impfzahlen angenommen. Da der Impfstoff knapp ist und die Zeit drängt, betrachten wir nur die 75 plus jährigen, plus 10% für die Risikogruppen in einem Land. Hier haben wir die Bevölkerungsgruppe 75 plus verwendet und noch 10% dazu addiert, um der zusätzlichen Risikobevölkerung gerecht zu werden. Sie sehen also diese 10% sind eine Annahme und entsprechen nicht exakt der Realität. Davon haben wir dann den Anteil der verabreichten Impfdosen errechnet und haben folgende Resultate erhalten.

In Deutschland wurden ca 20% der 75 plus und Risikopatienten geimpft, in der Schweiz sind dies doch bereits 30%. Dh. ca 25% der Risikogruppierung haben mindestens eine Dosis erhalten. Dies gilt jedoch nur, wenn diese Impfdosen auch nur an die entsprechende Altersgruppe und Risikopatienten verabreicht wurden. Bitte beachten Sie, dass diese Angaben nur grobe Überschlagsrechnungen sind.

Impfungen in Deutschland im Verhältnis zur Risikobevölkerung.
Impfungen der Schweiz im Verhältnis zur Risikobevölkerung.

Die Zahlen die Sie hier entnehmen sind grobe Überschlagsrechnungen. Dennoch stimmen diese beruhigend, dass innerhalb eines Monates bereits 15 – 25 % der Risikobevölkerung geimpft wurde. Hoffentlich wird bis Ende Februar die Risikobevölkerung vollständig geimpft sein, damit dann zügig die Lockerungen umgesetzt werden können. Denn die Zahlen aus Israel bestätigen die hohe Wirksamkeit der Impfung. Bedenken Sie zudem, dass zusätzlich zu den Impfungen ein Teil der Bevölkerung bereits vom Virus infiziert wurde und somit Antikörper besitzt.

Es ist an dieser Stelle töricht und unverhältnismässig, wenn man mit den Lockerungen der Massnahmen wieder bis Mitte oder Ende Sommer wartet. Denn dann werden die Fallzahlen wiederholt ansteigen, wir erinnern uns ans letzte Jahr. Wir weisen hier bewusst auf das von uns beschriebene Hätte-Wäre-Wenn Szenario hin. Zudem haben wir alle wiederholt erfahren, dass es in der Realität nicht möglich ist, das Virus aufzuhalten, getreu dem Motto «aufgeschoben ist nicht aufgehoben«.

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