What goes up (must come down)

Die Schweiz rätselt über eine erhöhte Sterblichkeit und sucht händeringend nach Antworten. Natürlich sind die üblichen Verdächtigen schnell gefunden. Es sind da COVID, Hitzewelle, und natürlich eine Kombination davon. Wie so oft gibt es auch für dieses Rätsel eine etwas komplexere jedoch einleuchtende Antwort.

Beginnen wir mit einem Vergleich zum grossen Kanton. Wir haben bereits einmal im Jahre 2020 darauf verwiesen und tun es Heute gleich. Das Bundesamt für Statistik hatte berichtet, dass die Übersterblichkeit im Jahre 2020 nicht nur auf Corona zurückzuführen sei, sondern auch auf die Überalterung der Gesellschaft. Dies klang damals in einer Medienmitteilung vom Oktober 2020 etwa so:
«Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten steigen die Sterbefallzahlen im September seit dem Jahr 2015 durchgängig an. Saisonale Einflüsse wie Grippe- oder Hitzewellen sind für diesen Monat nicht typisch. Ohne diese Effekte ist vor allem der steigende Anteil älterer Menschen als Hauptursache für die kontinuierliche Erhöhung der Sterbefallzahlen naheliegend.«

Wenn wir diese Überlegung nun auf die Schweiz anwenden, bedarf es einen Blick in die Vergangenheit, was die Historikerinnen unter uns selbstverständlich hocherfreut.

Lebendgeburten der Schweiz seit 1904. Roter Balken 1940-1945, gelber Balken 1960-1965. Quelle: BFS

Mit etwas farblicher Unterstützung sollte es einleuchtend sein, dass die erhöhten Todesfälle mit einer erhöhten Geburtenzahl in den Jahren 1940-1945 einhergehen. Dieser Jahrgang ist mittlerweile 80 Jahre alt und hat somit das sterbefähige Alter erreicht. Man darf nun gespannt sein, ob ein vergleichbarer Effekt in 20 – 25 Jahren (gelber Balken), also so um 2040-2045 wieder zu beobachten sein wird. Wenn Sie die absoluten Sterbefälle in Relation mit der Grösse der Altersgruppen setzen, bestätigt dies die hier vorgestellte These weiter.

Somit darf abschliessend geklärt sein, dass die höhere Sterblichkeit auf mehreren Faktoren beruht. Dies sind eine Hitzewelle, COVID, eine Kombination davon und vor allem auf einer Überalterung der Gesellschaft.

Zum Schluss noch etwas Genuss zur Entspannung…

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