Altersgruppen im Vergleich

Nehmen wir uns nun dem Zankapfel COVID-19 und Altersgruppen an. Viel wurde diskutiert und gemutmasst, welche Altersgruppe wie stark von einer Infektion mit SARS-CoV-2 betroffen ist. Hier betrachten wir den Einfluss der Corona Epedemie anhand der gesamten Todesfälle, also unabhängig von der Todesursache. Falls eine Altersgruppe stark von COVID-19 betroffen ist, würden wir mit einem Anstieg der Todesfälle rechnen, wie dies bei jeder Grippe oder Epidemie der Fall ist. Diese Vereinfachung erlaubt es uns den Effekt auf eine bestimmte Altersgruppe zu verifizieren.
In den Altersgruppen von 0 – 19 resp. 29 Jahren sehen wir keinen Anstieg der Todesfälle im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren, dies wird auch durch die statistische Analyse (ANOVA) bestätigt.

Damit lässt sich mit der oben beschriebenen Annahme die Aussage treffen, dass das Virus SARS-CoV-2 nicht mehr Einfluss auf die gesamt Sterblichkeit der 0 – 19, resp. 29 jährigen hat als Grippewellen in vergangenen Jahren. Das gleiche trifft auch auf die Altersgruppen 20 – 39 der Schweiz und Österreich zu.

Die spannendste Altersgruppe ist nach wie vor 40 – 64 Jahre jung. Dort sehen wir eine «Untersterblichkeit» in Deutschland und in der Schweiz, hingegen nicht in Österreich. Somit lässt sich wiederholt die Aussage treffen, dass durch das Virus SARS-CoV-2 nicht mehr Personen zwischen 40 – 64 Jahren sterben wie in vergangenen Jahren durch andere Viren. Erstaunlicherweise ist gemäss Medien, die Altersgruppe zwischen 50 und 60 Jahren am meisten Infiziert (stand Juni 2020, Schweiz). Wenn man diesen Sachverhalt miteinbezieht, dann wird es sehr schwierig eine logische Schlussfolgerung zu ziehen. Um es zusammenzufassen, die Altersgruppe 40 – 64 ist zahlenmässig am grössten, weist zudem die höchste Infektionsrate auf und zeigt trotzdem eine «Untersterblichkeit» im Vergleich zu vorjahres Zahlen.

Den grössten Effekt der COVID-19 Erkrankung wird bei der Altersgruppe 80+ vermutet. Dies macht durchaus Sinn, da im fortgeschrittenen Alter das Immunsystem schwächer ist. Wenn wir auch hier die gesamt Todesfälle betrachten, können wir keinen Unterschied zu vergangenen Jahren feststellen. Nun es wäre sicherlich nicht zulässig zu sagen, dass das Virus keinen Einfluss hat, es ist jedoch zulässig zu sagen, dass das Virus SARS-CoV-2 den vergleichbaren Einfluss hat wie Viren und Grippewellen in der Vergangenheit.

Es drängt sich nun die Frage auf, ob die tiefe Zahl an Todesefällen aufgrund der Massnahmen so ausgefallen ist. Um diese Fragestellung zu beantworten, betrachten wir die Daten aus Italien. Dort war der Ausbruch der Pandemie versträkt. Falls wir nun die gleichen Resultate auch in Italien feststellen, lässt sich ein möglicher Schluss für die einzelnen Altergruppen treffen.

Von oben nach unten: 0-14, 15-44, 45-64 und 65+ Jahre. Quelle: EUROMOMO

Bei der Betrachtung der hier gezeigten Todesraten aus Italien, können wir keine statistische Abweichung durch den Einfluss der SARS-CoV-2 Viren auf die Altersgruppen 0 – 44 Jahre im Vergleich zu vorhergehendenn Jahren feststellen. Hingegen gibt es einen statistisch bemerkbaren Anstieg für die Altersgruppen 45 plus Jahre in Italien.
Wie in den vorhergehenden Beiträgen, ist es schwierig Länder zu vergleichen, zudem hängen die Todesfälle, neben anderen Faktoren, auch immer mit der Fitness, dem Alter der Bevölkerung und dem Gesundheitssystem als Ganzes zusammen. Dennoch wagen wir hier zu behaupten, dass für die Altersgruppen bis 64 Jahren das SARS-CoV-2 Virus vergleichbaren Einfluss hat, wie Grippeviren in der Vergangenheit. Ob für diese Altersgruppen Lockdown Strategien wirklich einen Einfluss haben muss genauer untersucht werden, auch hinsichtlich der verpassten Chance einer natürlich angeeigneten Immunität gegen ähnliche Viren (sh. Kreuzimmunität).

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