Was bisher geschah …

In den vergangenen Wochen durften wir miteinander die gesamten Todesfälle von verschiedenen europäischen Ländern betrachten. Dabei wagten wir es, z.T. tollkühne Schlussfolgerungen zu ziehen. Hier möchten wir nun die vergangenen Erkenntnisse zusammenfassen, um einen Überblick zu bewahren.

  1. In Italien sterben jeweils mehr Menschen an einer virusbedingten Infektion (Grippe), als in anderen europäischen Ländern.
  2. Beim direkten Ländervergleich muss zwingend ein genügend grosser Zeithorizont betrachtet werden (ca. 5 Jahre). Da sich Pandemien in verschiedenen Ländern unterschiedlich auf die Todesfälle auswirken.
  3. Nach einem Jahr mit einer schweren Grippewelle folgt in der Regel ein Jahr mit weniger Todesfällen.
  4. Falls ein Jahr unbegründet eine signifikante Untersterblichkeit aufweist, dann ist davon auszugehen, dass eine zukünftige Grippewelle überdurchschnittlich viele Todesopfer fordern wird, wie dies zur Zeit (2020) in Schweden der Fall ist.
  5. Die Kreuzimmunität ist eine erworbene Immunität aufgrund vergangener Infekte, welche Ähnlichkeit mit dem aktuellen Virus haben. Damit ist das Immunsystem besser vorbereitet und kann angepasster auf das aktuelle Virus reagieren. Eine erworbene Immunität gewinnt mit dem Alter an Wert, da das Immunsystem schwächer wird.
  6. Jede Ansteckung wird durch Risikofaktoren beeinflusst. Es scheint so, dass im Falle von COVID-19 die Risikofaktoren Fettleibigkeit und Immunschwäche einen besonders starken Einfluss haben. Fettleibigkeit ist eine chronische Krankheit mit vielen negativen Begleiterscheinungen. Daher sind diese Patienten besonders gefährdet, einen schweren Verlauf von COVID-19 zu erleiden.
  7. Die Altersgruppen von 0 bis ca. 50 Jahren zeigen keine erhöhte Sterblichkeit durch SARS-CoV-2. Erstaunlicherweise beobachten wir im Moment in einigen Ländern sogar eine Untersterblichkeit wie z.B. in der Baby-Boomer Generation.
  8. Der Effekt der Pandemiemassnahmen ist sehr schwierig zu beziffern, denn auch bei vorbildlichen Ländern wie z.B. in Österreich ist keine Reduktion der gesamten Todesfälle zu beobachten, hingegen in Deutschland und der Schweiz schon.
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