Schwedens Sonderweg

Weshalb Schwedens Sonderweg nicht besser aber auch nicht schlechter ist als andere Pandemiemassnahmen.
Wir alle erinnern uns, dass Schweden auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung gesetzt hat und nur zögerlich milde Pandemiemassnahmen durchgesetzt hat. Die Begründung oder Hoffnung dafür ist in der Herdenimmunität zu finden. Wir berichteten bereits über die Herdenimmunität, wobei wir festgehalten haben, dass es zwei Auffassungen von Herdenimmunität gibt. Einerseits versteht man darunter, dass man keine Infektionen mehr nachweisen kann, andererseits kann man darunter verstehen, dass aus einer Infektion keine fatalen Verläufe resultieren. Hier verwenden wir den Begriff Herdenimmunität so, dass in einer immunen Bevölkerung keine oder nur noch wenige Personen an einer SARS-CoV-2 Infektion sterben. Dh. es gibt immer noch Infizierte, welche Sie mit einem PCR Test detektieren können, doch die Konsequenz einer Infektion ist maximal ein milder Verlauf.

Betrachten wir nun die Infektionen in Schweden (s. unten). Seit dem 21. Oktober 2020 (KW43) sind die Fallzahlen höher als am 24. Juni 2020 (KW26). Somit würden wir in KW45 doch eine merkliche Zunahme der Sterbefälle erwarten. Diese Zunahme blieb jedoch aus, wie sie unschwer in der Grafik unten erkennen können.

Selbstverständlich nehmen die Todesfälle etwas zu, jedoch im Vergleich zur ersten Welle, sind diese um ein Vielfaches geringer. Sie erkennen während KW47 eine Übersterblichkeit, zwischen dem 16. und 22.11.2020 (KW47) registrieren Sie zudem ein lokales Maximum der Fallzahlen (s. oben). Daher erwarten wir, dass die Todesfälle in Schweden während KW49 und KW50 auch ein Maximum erreichen werden und hoffentlich fällt dieses geringer aus als während der erste Welle. Diese Erwartung wird auch durch die Belegung der Spitalbetten in Schweden unterstützt (s. unten).

Intensiv Patienten in Schweden. Quelle: https://www.icuregswe.org/

Klar können Sie argumentieren, dass die Strategie gescheitert ist, wenn Sie die Fallzahlen betrachten. Doch stellen Sie sich vor, dass trotz hoher Fallzahlen nur noch wenige an Covid-19 schwer erkranken oder sterben. Wenn die Konseqzuenzen einer SARS-CoV-2 Infektion nur noch ein Husten oder Halsschmerzen bedeuten, ist dann der schwedische Weg wirklich gescheitert? Klar es gibt keine Herdenimmunität im Sinne von 0 Fallzahlen, dafür ist der PCR Test zu sensitiv. Das identische Muster wie wir es hier in Schweden sehen, beobachteten wir auch in einem Alters- und Betagtenheim in der Schweiz. Dieses Heim war von zwei Wellen betroffen, wobei während der 2. Welle keine Person mehr an Covid-19 gestorben ist. Somit erhärtet sich unsere Vermutung, dass eine 2. Welle weniger fatale Verläufe von Covid-19 verursacht und es daher eine Herdenimmunität gibt. Eine Herdenimmunität im Sinne von nur wenigen oder keinen fatalen Verläufen einer SARS-CoV-2 Infektion. Wir vertreten dabei die Haltung, dass Pandemiemassnahmen nicht Statistiken bedienen sollten, sondern dazu dienen sollten Menschenleben zu retten und dies Ausgewogen, im Einklang mit dem Leben und mit Weitsicht. Zudem drängt sich nun für einige Länder die Frage auf, ob die Impfung wirklich sinnvoll ist, obwohl das Schlimmste bereits vorbei sein könnte.

Bewerte diesen Beitrag:
[Total: 1 Durchschnitt: 5]

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.