Spanien und die 3. Welle

In einem Beitrag aus längst vergangener Zeit haben wir Spanien als Indikator für die Auswirkungen der neuen Virusmutante herbeigezogen. Dort haben wir festgehalten, dass Spanien bereits eine dritte Welle erlebt hat. Die erste fand im März 2020, die zweite im Oktober 2020 und die dritte Welle im Januar 2021 statt.

Coronafälle Spanien. Quelle: Worldometer

Wir haben selbstverständlich gehofft, dass die Todesfälle während der dritten Welle geringer ausfallen, als während der ersten und zweiten Welle. Dazu verwenden wir die überragenden Todesraten-Daten unserer Homepage.

Mit verhaltener Freude stellen wir fest, dass die Todesfälle während der dritten Welle nur noch ein Bruchteil der ersten Welle betragen. Dies obwohl die dritte Ansteckungswelle um ein Vielfaches grösser ist. Nach wie vor stellen wir im Jahre 2021 leider eine Übersterblichkeit fest. Es wird aber klar ersichtlich, dass eine erneute dritte Welle weniger Todesopfer fordert, als die vorhergehenden Wellen, trotz Virusmutante.

Spanien als Indikator zeigt uns auf, dass die Todesfälle, wie bei anderen Pandemien mit der Zeit abklingen. Dies sollte die Entscheidungsträger dazu bewegen, Lockerungsmassnahamen zügig und verhältnismässig umzusetzen.

Ist es denn nicht fraglich, dass Kantone oder Bezirke welche pro Tag keine oder nur bis zu fünf Ansteckungen aufweisen trotzdem in einem Lockdown sind? Würde da eine individuelle Lösung dem Problem nicht eher gerecht werden? Weshalb wählt man eine zufällige Dauer von vier Wochen zwischen Lockerungsschritten? Wer geistig agil und flexibel ist, könnte Änderungen doch schneller umsetzen oder auch auf Veränderungen reagieren. Oder will man mit vier Wochen einfach den Lockdown bis Mai aussitzen, damit die Freiluftaktivitäten das Problem dann lösen?

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